Autorin: Barbara Stromberg

Viele Menschen gehen völlig falsch an die Zielsetzung heran, was dazu führt, dass sie nie die Ergebnisse sehen, die sie sich erhofft haben.

Es gibt viele Dinge, die wir bei der Zielsetzung verbessern könnten, aber im Moment wollen wir uns eine Sache ansehen, die sich auf das japanische Konzept des „Kaizen“ bezieht.

Ein typischer Fehler: Sofort zu ehrgeizig zu sein.

Nur um das klarzustellen: Es ist nichts falsch an Ehrgeiz. Es ist nichts Falsches daran, sich das Ziel zu setzen, bei den Olympischen Spielen Gold zu holen, das erfolgreichste Buch aller Zeiten zu schreiben oder stinkreich zu werden.

Das ist alles in Ordnung.

Das Problem ist, wenn man versucht, dies sofort zu erreichen.

Das perfekte Beispiel dafür ist das Training. Viele Menschen fangen nicht damit an, überhaupt zu trainieren, sondern nehmen sich ein Trainingsprogramm vor, das für sie viel zu ehrgeizig ist. Sie beschließen zum Beispiel, viermal pro Woche im Fitnessstudio zu trainieren. Das hört sich nach einem vernünftigen und bescheidenen Ziel an, bis man bedenkt, dass man eine Stunde lang trainiert, wahrscheinlich 30 Minuten unterwegs ist und wahrscheinlich 20 Minuten duscht. Wenn man dann noch das Umziehen und die Vorbereitungen für den nächsten Tag hinzurechnet, kommt man plötzlich auf 8 Stunden Trainingsaufwand pro Woche.

Acht Stunden sind ein ganzer Arbeitstag!

Das ist nicht nur ein enormer Zeitaufwand, sondern auch eine enorme Menge an Energie, die man aufwenden muss. Und wenn du jetzt nicht trainierst, liegt das wahrscheinlich daran, dass du keine Zeit oder Energie hast. Was wird dieses Mal anders sein, nur weil du noch strenger zu dir sein willst?

Besser ist es, sich das Ziel zu setzen, zweimal pro Woche 20 Minuten zu Hause zu trainieren. Das ist ein viel bescheideneres Ziel, aber ein viel gesünderer Anfang.

Ein anderes Beispiel ist das Schreiben eines Buchs. Manche nehmen sich dieses Ziel vor, schaffen es aber bisher nicht mal, ihren Blog mehrmals in der Woche mit Texten zu füttern. Sie haben keine Ahnung, wie und ob sie es schaffen, sich über Monate zum Schreiben, Recherchieren und Überarbeiten der Buchinhalte zu motivieren und das auch, wenn es keinen Verlag gibt, der das Buch haben möchte und der dafür sorgt, dass die vielversprechende Autorin in den Monaten des Schreibens nicht verhungert.

Gegen diesen Ehrgeiz ist nichts einzuwenden. Aber ein Buch zu schreiben sollte nicht das erste sein, was sie machen. Das erste, was sie machen, ist sich Tag für Tag mehr mit dem Thema zu beschäftigen und das Schreiben zu üben. DAS ist der Weg zum Erfolg.

Fange klein an. Sei konsequent. Erfolg braucht Zeit.

Wie du mit kleinen Schritten dein Leben zum Besseren veränderst, liest du in meinem Buch „Kaizen statt Hauruck“.

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Alice Grünfelder. Foto: Monica Mutti
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