Thank you for Gendern

#365schreibtippsHerzlichen Glückwunsch an uns alle, die das Thema Gendern ernst nehmen und in unterschiedlichen Formen umsetzen. Wir sind für eine offene Gesellschaft – das feiere ich an dieser Stelle sehr.

Gendersensible Sprache ist bisher eine Crux

Du hast die Qual der Wahl: Das Binnen-I (TexterIn) und der Schrägstrich (Texter/in) sind ein wenig old school, aber besser als nix. Die Paarform (Texterin und Texter) bezieht nur das weibliche und das männliche Geschlecht ein. Der Gender-Gap berücksichtigt alle Gender. Am besten mit diversifizierendem Gendersternchen (Texter*in) oder mit Doppelpunkt (Texter:in), Unterstrich (Texter_in) bzw. einfachem Punkt (Texter.in). Wer lieber kein Geschlecht betont, nutzt die neutrale Form (Textende).

Du genderst immer richtig

Egal, für welche Form du dich entscheidest, setz dich nicht unter Druck. Fehler sind unbedingt erlaubt. Gendern zwingt jedes Prüfungstool für korrektes Schreiben in die Knie. Der GfdS-Rat (Gesellschaft für deutsche Sprache) spricht ausschließlich Empfehlungen aus, bringt nur keine einheitliche Regelung heraus. Die aktuell genutzten Formen seien grammatikalisch und orthografisch nicht zu vertreten.

Solange richtungsweisende Sprachinstitutionen keine klare Entscheidung treffen, die dir Orientierung schenkt, sage ich: Du genderst immer richtig – du bist richtig. Mit deiner Offenheit gegenüber Menschen. Jeder Fehler, den du beim Gendern versehentlich machst, ist nur ein Fehler in einem menschenfreundlichen Text. Ein Text, der Lebendiges wichtiger nimmt als Rechtschreib- und Grammatikregeln.

Betrachte das Gender-Kauderwelsch als eine Bewegung aus der Gesellschaft heraus: Wir nehmen das Thema selbst in die Hand. Probiere verschiedene Formen in deinen Texten. Was passt zu dir, deiner Zielgruppe und dem Medium? Vergiss ruhig ab und zu ein ‚e‘ oder *. Wir nehmen dir das nicht krumm.

Gendern bleibt

Gendersensible Sprache ist kein Hype, der in ein paar Wochen an uns vorüberzieht. Gendern bleibt. Es dringt in alle Ebenen unserer Sprache ein und wird immer sichtbarer. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher finden wir die ersehnte Struktur.

#365schreibtipps #wirksamschreiben

Ein exklusiver Beitrag zu #365schreibtipps

von Jana Berthold, www.jana-berthold.de

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