Sie kennen diese Situation vielleicht. Sie sitzen vor einem leeren, weißen Blatt und sie haben sich vorgenommen, diesen wichtigen Text heute endlich zu schreiben. Und dann fällt Ihnen plötzlich nichts ein.

Was ist der Auslöser dieser Schreibblockade? Vielleicht ist es die Fantasie in unserem Hinterkopf, dass auf Papier Geschriebenes für die Ewigkeit oder zumindest für lange Zeit bestehen bleibt. Irgendwer könnte unser Werk nehmen, es lochen und in einem großen schwarzen Leitzordner abheften und hätte so für alle Zeit ein Beweisstück für unsere Unzulänglichkeiten, Fehler, kruden Gedankengänge oder einfach nur für unsere schlechten Texte. Das ist natürlich Quatsch.

Foto: Barbara Stromberg

Was uns zuweilen auch blockiert ist der Gedanke, den Leser zu langweilen und wenig kreativ mit Sprache von der Stange und dem branchenüblichen Einheitsblabla zu verschrecken. Unser Unternehmen, unsere Texte und unsere Ideen sind etwas Besonderes und und das soll sich auch in unseren Texten zeigen.

Kreativität ist das Stichwort.

Kreativität heißt

  • sich lösen von alten Denkstrukturen und Mustern
  • neue Informationen suchen und mit bekannten kombinieren
  • Zusammenhänge entdecken
  • ungewöhnliche Lösungen und Ideen finden

Wie kann man es schaffen, seinen Geist in eine kreative Stimmung zu versetzen und sich nicht vom Anblick des weißen Blattes in Schreibstarre verschrecken zu lassen?

Idealerweise erreicht der Schreibende den Zustand des kreativen Schreibflusses (den FLOW).

Das heißt nicht ohne Grund so. Wie bei jedem Fluss braucht es dafür eine sprudelnde Quelle, nährende Zuströme und ein der Wassermenge angepasstes Flussbett, möglichst ohne Staudämme, damit der Fluss sein Ziel erreicht.

Wo gehts zum FLOW?

Erster Schritt muss es sein, sich genau diesem Ziel zu befassen, denn ohne Ziel plätschert unser Fluss ziellos und in Mäandern verlaufend vor sich hin.

Im zweiten Schritt müssen die Quellen für unsere Ideen und Kreativität gefunden werden. Je mehr Zustrom ein Fluss hat und je mehr Wasserquellen angezapft werden können, umso stärker fließt er. Aber Vorsicht: Allzuviel Zustrom verursacht Überflutung!

Damit das Bächlein nicht sofort versickert, müssen die Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Was bei einem Fluss Dämme und Beton aufstauen können, sind bei einem kreativen Schreibfluss die Schreibblockaden, deren Gründe wir uns näher anschauen müssen.

Am Ende steht die Frage, welche Umgebung unser Schreibfluss braucht, um ungehindert fließen zu können und welchen individuellen Schwankungen die Wassermengen (lies: Schreibideen) ausgesetzt sind.

Schiff ahoi!